EZB-Präsidentin Lagarde warnt vor systemischen Risiken durch künstliche Intelligenz
Die EZB mahnt zur Wachsamkeit gegenüber den Risiken, die zunehmend autonome KI-Systeme für die Stabilität der Finanzmärkte bergen.
Von Orion Desk
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat auf der zehnten Jahreskonferenz des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken vor den Gefahren durch den verbreiteten Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Finanzbranche gewarnt. Während KI-Modelle bereits in neun von zehn bedeutenden Banken des Euroraums Anwendung finden, sieht die Aufsicht insbesondere bei autonom agierenden Systemen wachsende Risiken für die Marktstabilität.
Für Marktteilnehmer unterstreicht die Analyse die Sorge, dass eine verstärkte Nutzung ähnlicher Algorithmen sowie eine mögliche Zielverfehlung der KI die Volatilität bei Finanzinstrumenten wie dem Euro verstärken könnten. Zudem weist die Zentralbank auf die erhöhte Cybersicherheitsproblematik hin, da die Geschwindigkeit möglicher Angriffe durch den Einsatz moderner Technologien signifikant zunehmen könnte.
Ursprünglich veröffentlicht von European Central Bank
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