EZB-Direktor Vujčić betont datenabhängige Zinspolitik angesichts steigender Energiepreise
EZB-Vizepräsident Vujčić sieht die Zinspolitik als datengesteuert und warnt vor einer zu starken Marktfokussierung auf Energiepreise bei der Prognose zukünftiger Zinsschritte.
Von Orion Desk
Boris Vujčić, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, betonte im Gespräch mit Reuters, dass die EZB ihre Zinsentscheidungen weiterhin von Sitzung zu Sitzung auf Basis einer breiten Datenbasis treffe. Er stellte klar, dass sich der Rat nicht ausschließlich an Energiepreisen orientiere, obwohl diese derzeit die Markterwartungen für den Zinspfad maßgeblich beeinflussen.
Der EZB-Vertreter stellte zudem fest, dass die bisherige Straffung der Geldpolitik gut von der Wirtschaft aufgenommen wurde, wobei die Auswirkungen auf das Wachstum durch steigende Finanzierungskosten zeitversetzt spürbar sind. Marktteilnehmer müssen weiterhin berücksichtigen, dass neben Energiepreisen auch die allgemeine Inflation und fiskalpolitische Faktoren in die Zinsbewertungen einfließen.
Ursprünglich veröffentlicht von European Central Bank
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